Zeit der Arbeitslosigkeit: Wie gehe ich damit im Lebenslauf um?

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Zugegeben, die Experten in Sachen Bewerbung und Lebenslauf sind sich nicht ganz einig: Soll man nun die Arbeitslosigkeit offensiv und damit offen darstellen oder soll man doch eher versuchen, dass Thema unter den Teppich zu kehren und bestmöglich zu vertuschen.

Klar aber ist, das Wort Arbeitslosigkeit oder arbeitslos zu verwenden, ist nicht förderlich, da es immer eine Art von Faulenzen suggeriert – auch wenn das absolut nicht den Tatsachen entspricht. Besser ist es hier “arbeitssuchend” zu verwenden. Hier wird unterschwellig Aktivität vermittelt.

Besonders um längere Abschnitte von Arbeitslosigkeit zu kaschieren, werden gerne bestimmte “Werkzeuge” der Vertuschung benutzt. Ganz oben auf der Liste stehen Selbstständigkeit, Auslandsaufenthalt oder Weiterbildung. Doch besonders weil diese Argumente schwer überprüfbar sind, werden sie beim Personaler das Misstrauen wecken. Dieser wird dann bei einem möglichen Bewerbungsgespräch sicher noch einmal kräftig nachhaken. Darauf sollte man vorbereitet sein.

Anders sieht es aus, wenn man offen mit der Arbeitssuche umgeht. Gründe gibt es sicher viele. Oft aber ist es einfach eine berufliche Neuorientierung, die eine gewisse Zeit fordert, womöglich in Verbindung mit Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen im neuen Berufsfeld. Aber auch familiäre Aufgaben sind eine Grund für eine längere Phase außerhalb der Arbeitswelt.

Ob Offenheit oder Vertuschung, die Entscheidung ist immer eine individuelle und hängt sicher von vielen Faktoren ab. In beiden Fällen aber sollte man sich gewiss sein, dass diese Phase ein zentraler Bestandteil von Fragen des Personalers sein wird.

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Emotionale Handbremse lösen: Selbstliebe als Weg zum Erfolg

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Kritik in der Kindheit, Ablenkungen des Alltags und der Versuch, es Anderen immer recht zu machen, nagen an der Akzeptanz des eigenen Selbst. Doch nur mit einer gesunden Selbstliebe lässt sich die Basis für ein glückliches Leben, die Erfüllung der Wünsche und einer echten Nächstenliebe legen.

“Liebe deinen Nächsten”, heißt es in der Bibel. Und oft wird diese Nächstenliebe über alles gestellt. Dass es aber gleichzeitig heißt “wie dich selbst”, wird oft vergessen. Für viele Arbeitsexperten und Coaches und Trainer ist das Fehlen einer gesunden Selbstliebe – die nichts mit Egomanie zu tun hat – ein Auslöser für Stagnation im Berufsleben bis hin zu seelischen und körperlichen Beschwerden. Innere Unruhe, ständiger Ärger, Ängste oder Verspannungen, Kopf- oder Rückenschmerzen sind demnach bekannte Ausprägungen.

Wie aber kann man wirklich anfangen, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren – so wie man nun mal ist?

Hierzu gibt es diverseste Empfehlungen von Experten und “Gurus”. Grundlegend aber ist es zunächst, eine Basis zu schaffen, von der aus man startet. Zu diesem Zweck ist es essenziell sich und allen Mitmenschen alles – und das meint wirklich alles – zu verzeihen, was jemals passiert ist. Der amerikanische Autor Wayne Dyer erklärt in seinem Buch “Der wunde Punkt”, warum dies so wichtig ist. Alles, so sagt er, was wir als negativ empfinden, was Ärger oder allgemein schlechte Gefühle auslöst, liegt in unserer eigenen Verantwortung. Wenn mich also das Verhalten von einem Kollegen ärgert, dann bin ich selbst Schuld. Das klingt zwar ungewohnt, ist aber bei genauer Betrachtung der Schlüssel zu einem zufriedeneren und toleranterem Leben. Verzeihen und die gedankliche Abschaffung von Vorurteilen sind dazu maßgeblich.

Weitere Techniken auf dem Weg zur Selbstliebe können das Schreiben eines “Liebesbriefes” an sich selbst oder das Meditieren sein. Hierbei steht im Fokus, sich selbst zu zeigen, was man eigentlich alles kann – und nicht, was man denkt, dass andere denken, dass man können muss oder angeblich nicht kann…

Wie der Dichter Oscar Wilde sagt: “Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.”

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Gemeinsam sind wir schwach: Wann Teamwork kontraproduktiv ist

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“Teamfähigkeit” gilt als herausragender “Soft Skill” und ist oft Bestandteil der Anforderungen bei Stellenanzeigen. Doch bereits Ende des 19. Jahrhunderts stellte der französische Ingenieur Maximilian Ringelmann fest: Die Arbeit in der Gruppe kann sich negativ auf die Leistung des Einzelnen auswirken.

Beim Tauziehen stellte er fest, dass die Teilnehmer im Team knapp ein Viertel weniger Gewicht zogen als allein. Die Frage ist nun: Lässt sich dieses Experiment in den täglichen Arbeitsalltag übertragen?

Experten sind der Ansicht, dass es stark auf die Aufgabe an sich ankommt. Besonders bei Routine-Arbeiten setzt sich oft das durch, was Psychologen als “soziales Faulenzen” bezeichnen. Der eine verlässt sich auf den anderen und versucht so von der Leistung des Teams zu profitieren. So sinkt die eigene Leistungsfähigkeit.

Einzelne profitieren auf Kosten anderer

Anders ist es allerdings, wenn die Arbeiten des Einzelnen auch über das Team hinaus deutlich zu erkennen sind und gewürdigt werden. So entsteht die nötige Motivation, um das individuelle Potenzial voll auszuschöpfen.

Es sei nach Meinung von Experten unbedingt zu vermeiden, dass andere von der Arbeit Einzelner im Team zu stark profitierten. So sinke die Motivation auf beiden Seiten. Der eine im Team denkt, er müsse sich nicht anstrengen, da andere den “Karren” schon aus dem Dreck zögen. Diejenigen, die das tun sollten, registrierten sehr schnell, dass die eigene Arbeit in einem ungleichen Team nicht genügend gewürdigt werde und begännen ihr Leistungsniveau langsam dem “gefühlt” gängigen im Team abzusenken.

Fazit: Vorgesetzte sollten im Team immer auch den Einzelnen im Blick haben. Ein funktionierendes Teamwork ist sicher gut, aber wichtig ist es, die “Leistungsträger” auch entsprechend zu würdigen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass der Ringelmann-Effekt die generelle Leistungsfähigkeit hemmt.

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Arbeitsmediziner raten zu längeren Urlauben

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Mehrere Kurzurlaube pro Jahr bringen laut Experten nicht den gewünschten Effekt – sich wirklich vom Arbeitsstress zu befreien und vom Alltag abzukoppeln.

Daher raten besonders Arbeitsmediziner Berufstätigen dazu, einmal im Jahr einen längeren Urlaub zu machen, um richtig abzuschalten. Zwei Wochen oder mehr sollten es sein, so die Experten. Eine Woche am Stück sei oft zu wenig, da die Regeneration und damit auch das wirkliche “Loslassen” erst in der zweiten Woche einsetze. Richtig abzuschalten brauche nach Meinung führender Arbeitsmediziner einfach Zeit.

Wer sich eine Traumreise in ferne Länder gönnt, sollte zudem darauf achten, zwischen Urlaubsbeginn- und -ende ein bis zwei Tage zu legen, um sich wieder an das heimische Klima und die ggf. veränderten Uhrzeiten zu gewöhnen. So beugt man zudem möglichem Stress vor, sollte es einmal ein Problem auf der Rückreise geben.

Abseits der Länge des Urlaubs sollten Berufstätige eines auf jeden Fall vermeiden: Versuchen, den Urlaub genauso perfekt zu planen wie den Arbeitsalltag. Die Menge an Möglichkeiten und Zielen, die es zu erkunden “gilt” steht oftmals dem Stressabbau im Weg. Sich wirklich zu entspannen sei dem “Abarbeiten” von Sehenswürdigkeiten und anderen Zielen vorzuziehen.

Berufstätige, die auch im Job hohem Stress ausgesetzt seien, neigten auch im Urlaub dazu, alles perfekt organisieren zu wollen. Um wirklich in den “Urlaubsmodus” schalten zu können, raten Experten daher dazu, sich ein bis zwei Tage Vorlauf vor dem Reisestart zu gönnen, um sich mental auf Entspannung einzustellen.

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Auf Nummer sicher: Das sind die gängigen Standards bei Bewerbungen

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Wer in Deutschland eine Standardbewerbung nach den gängigen DIN-Normen verfassen möchte, muss einige Dinge beachten. Wir haben diese einmal kurz zusammengestellt.

Bei diesen Normen geht es dabei nicht um standardisierte Floskeln sondern vielmehr um den Aufbau und die Struktur der Bewerbung. Viele Unternehmen fragen zumeist nicht explizit nach einer solchen Standardbewerbung, doch wird sie unterschwellig sehr oft als “allgemeingültig” angesehen. Sollten also Zweifel bestehen, nach welchem Muster man eine Bewerbung verfassen sollte, kann man sich zur Not immer an der Norm entlang hangeln.

Hier ist der standardisierte Aufbau in Kurzfassung:

1. Seitenaufbau.

Hier gelten die Maße für einen typischen Brief nach DIN A4.

Seitenrand oben 4,5 cm

Seitenrand unten 2,5 cm

Seitenrand links 2,5 cm

Seitenrand rechts 2 cm

2. Schriftgröße/-art

Bei einer Standardbewerbung wird eine Schriftgröße von 12 Punkt verwendet. Hat man beispielsweise im Anschreiben besonders viel Text, kann dieser auf 11 Punkt verkleinert werden, um alles auf eine Seite zu bringen. Eine spezielle Schriftart ist laut DIN 5008 nicht vorgeschrieben. Times New Roman und Arial haben sich als Standardschriften durchgesetzt, Verdana und Helvetica sind gängige Alternativen.

3. Anschrift

Standardmäßig steht die Absenderadresse oben links. Die ersten drei Zeilen beinhalten Name, Straße, Postleitzahl und Wohnort. Darunter folgen Telefonnummer und ggf. E-Mailadresse.

Mit etwa drei Zeilen Abstand folgt die Empfängeradresse. Insgesamt dürfen Absender und Empfängeradresse neun Zeilen nicht überschreiten.

4. Datum / Ort

Diese Angaben liegen rechtsbündig mit einer Zeile Abstand unter dem Adressfeld. Dabei wird der Ort nur erwähnt, wenn er sich vom Wohnort unterscheidet.

5. Betreffzeile

Zwei Zeilen unter dem Datum befindet sich die Betreffzeile, die niemals mit dem Wort “Betreff” beginnt. Sie ist in der Regel in Fettschrift gehalten, zu der man eher greifen sollte, als die Schriftgröße “aufzublasen”. Generell kann der Betreff eine Zeile überschreiten, sollte aber nicht über zwei Zeilen gehen.

6. Anrede

Weitere zwei Zeilen unter dem Betreff folgt die Anrede. Sollten Sie keinen expliziten Ansprechpartner im Unternehmen haben, kann immer die neutrale Anrede “Sehr geehrte Damen und Herren” verwendet werden. Oftmals aber findet sich der Personalverantwortliche in der Stellenanzeige.

Eine Zeile unterhalb der Anrede folgt dann der Text des Anschreibens.

7. Abschließende Grußformel

Laut DIN 5008 liegt zwischen dem Text und der finalen Grußformel genau eine Leerzeile. Ob diese “Mit freundlichen Grüßen”, “Viele/Beste Grüße” etc. lautet, ist dem Bewerber überlassen. Drei Zeilen darunter finalisiert man das Schreiben mit seiner Unterschrift. Darunter ist dann noch Platz für das Aufführen etwaiger Anlagen.

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Sprache verschlagen? Tipps gegen die Einsilbigkeit in Extremsituationen

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In ungewohnten Situationen kann es einem schon einmal die Sprache verschlagen. Vorstellungsgespräche gehören oftmals genau in diese Kategorie. Nervosität kann zu einer Form der Einsilbigkeit führen, die den Bewerber für Personaler schnell uninteressant werden lassen kann. Wenn man dazu neigt, unter extremen Umständen dieses Verhalten an den Tag zu legen, gibt es einen ziemlich einfachen Weg aus diesem Dilemma.

Kleidung, Körpersprache, Manieren – all das trägt zum Gesamteindruck im Bewerbungsgespräch bei. Wirklich entscheidend aber ist das Auftreten. Dieses manifestiert sich schlussendlich in den Antworten auf die gestellten Fragen. Anstatt sich hier durch stakkatohaftes “Ja”, “Nein”, “schon mal”, “ein bisschen” etc. zu disqualifizieren, sollte man diese Situationen nicht als Prüfung sondern stattdessen als Chance sehen, um zu punkten.

Am besten tut man dies, indem man die eigenen Ausführungen mit Beispielen anreichert. Wo habe ich was gemacht, was ist dabei passiert, welche Erfahrungen wurden gesammelt. Schon kann man in ganzen Sätzen seinen Werdegang auf interessante und anregende Weise übermitteln.

Vermeiden Sie es dabei jedoch im Listenverfahren von Punkt zu Punkt zu springen. Versuchen Sie stattdessen alles in eine runde Geschichte zu packen. Personaler sind auch nur Menschen – und sehnen sich nach guter Unterhaltung.

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